Das ganze Leben besteht aus Netzwerken
Das Knüpfen von Kontakten ist im eigenen Corps natürlich am leichtesten, aber auch auf Seminaren, Vorträgen, Workshops und Tagungen trifft ein Corpsstudent auf viele Gleichgesinnte aus allen Studienorten Deutschlands.
Gerade im Studium kann dies von großem Vorteil sein. In einem Corps unterstützen Studenten der älteren Semester die Studenten der jüngeren Semester. Die jungen Mitglieder profitieren aus den Erfahrungen und Unterlagen der älteren Mitglieder. Darüber hinaus werden die jungen Mitglieder auch von den bereits berufstätigen Mitgliedern oder Pensionären unterstützt. Diese fördern durch ihre Beziehungen im Beruf und später im Ruhestand die Interessen der einzelnen Mitglieder. Durch eine Mitgliederzahl von über 25.000 Personen wird ein internationales Netz an Mitgliedern gewährleistet, welche über den ganzen Globus verteilt untereinander Kontakte pflegen.
In der Gemeinschaft der Studentenverbindung findet man nicht nur praktische Hilfe für das Studium; das Prinzip der Gemeinschaft fördert auch das Entstehen von Freundschaften, die ein Leben lang Bestand haben. Die Unternehmungslust in fröhlichen Kreisen, Bälle, Parties, gemeinsame Ausflüge und Reisen, Firmenbesichtigungen, kulturelle Veranstaltungen und Familienfeste runden das Bild eines kompakten, gesellschaftsfähigen Netzwerkes ab.
Corps machen einen fit für das Studium, den Beruf und für alltägliche Situationen des Lebens. Corps trainieren Demokratieverhalten. Alle Entscheidungen werden in den Corps auf demokratischer Basis gefällt. Des weiteren wird der junge Student in Corps zum Führungsnachwuchs trainiert. Natürlich wird nicht jeder später eine Führungsrolle übernehmen, aber die Corps bieten Gelegenheit, sich durch Training zu entwickeln. Die Corps bieten eine exzellente Möglichkeit, auch Team-Fähigkeit und Führungsqualitäten zu trainieren. Beides wird heute in Familie, Schule und selbst an der Universität fast gar nicht vermittelt. Das trainieren dieser persönlichkeitsbezogenen Merkmale ist auch nicht Aufgabe der Universität. Doch das Fehlen dieser Zusatzqualifikationen muß man sich später im Beruf durch bittere Erfahrungen aneignen. Corpsstudenten haben es deshalb beim Berufseinstieg leichter, denn in der Vermittlung dieser wichtigen Ausbildung sehen die Corps einen Teil ihres Aufgabenbereichs. Corps legen besonderen Wert auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung.
Auch fachübergreifende Denkweisen werden im Corps vermittelt. Als Mitglied eines Corps hat man die seltene Möglichkeit, einen groben fachübergreifenden Überblick auch über fremde Studiengänge zu erhalten und den Wissenshorizont zu erweitern. Im Studium arbeiten Corpsmitglieder miteinander und unterstützen sich gegenseitig.
Das Erlangen von persönlichen Zusatzqualifikationen, gerade in den entscheidenden Jahren zwischen 18 und 28, wo ein junger Mensch sich im Studium verselbständigt und selbstverwirklicht, ist von ganz besonderer Bedeutung. Zu den persönlichen Zusatzqualifikationen zählen insbesondere Teamarbeit, Fairness, Teamgeist, Belastbarkeit, Selbstdisziplin, Rhetorik und Selbstbewußtsein.
Auch nach dem Studium bieten die Corps noch jede Menge an Netzwerk. Sie helfen bei der Suche nach Praktikumplätzen im In- und Ausland und bei dem Einstieg in das Berufsleben. Sie haben eine eigene internationale "Praktikantenbörse", die einem Praktika, Firmenkontakte, Semester- und Diplomarbeiten vermitteln können.
Corps Franconia Berlin