Corps
Was sind Corps?

Fälschlicherweise werden oftmals sämtliche Verbindungen als Burschenschaften bezeichnet. Ein Gleichsetzen aller Verbindungen in solchen Verallgemeinerungen ist auf Grund der gravierenden Unterschiede weder sinnvoll noch glaubhaft.

Wir wollen hier kurz darstellen, worin sich die Corps von den anderen Verbindungen unterscheiden. Vorab sei allerdings bemerkt, dass es eine Vielzahl anderer Verbindungen gibt, deren Aufzählung den Rahmen sprengen würde. Die großen Dachverbände Deutschlands sind jedoch die Deutsche Burschenschaft (DB), der Coburger Convent (CC - Turnerschaften und Landsmannschaften) sowie der Cartellverband der katholischen Studentenverbindungen (CV). Die Corps sind in zwei Dachverbände unterteilt: Dem Kösener Senioren Convents Verband (KSCV), der aus Corps an geisteswissenschaftlichen Universitäten besteht und dem Weinheimer Senioren Convent (WSC), bestehend aus Corps in Städten mit Technischen Hochschulen.

Weiterlesen...
 
Es ist natürlich etwas anderes, wenn man weiß, der andere war auch aktiv

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 26. März 2000:

"Was haben Karl Marx und Manfred Kanther gemeinsam? Nicht viel mehr als die Anfangsbuchstaben ihrer Namen, sollte man meinen. Oder Rezzo Schlauch, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, und der Bundesvorsitzende der Republikaner, Rolf Schlierer? Alle vier waren oder sind noch bei schlagenden Verbindungen aktiv. Damit allerdings hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf: Denn auch wenn Schlauch und Schlierer Mitglieder von Burschenschaften, Kanther und Marx Corpsstudenten sind oder waren, so unterscheiden sich die einzelnen Korporationen doch erheblich voneinander. Während die eine Burschenschaft keine Ausländer und Zivildienstleistenden in ihren Reihen duldet, nimmt eine andere "Burschenschaft" problemlos Frauen auf. ...

Weiterlesen...
 
Corps - Schule für das Leben

von Hanns-Eberhard Schleyer

Die ersten Begegnungen mit Verbindungsstudenten reichen in meine Gymnasialzeit zurück. Mein Vater war selbst Heidelberger Schwabe und kümmerte sich mit besonderem Engagement um seine jüngeren Corpsbrüder. Dies führte zu zahlreichen Besuchen von Aktiven und Inaktiven in meinem Stuttgarter Elternhaus, zu Gesprächen und Erfahrungen, die meinen eigenen Weg nach Heidelberg entscheidend vorzeichneten. War es zunächst die selbstbewusste Fröhlichkeit, so war es später das leidenschaftlich diskutierte Umfeld einer jungen Studentengeneration, das mich zunehmend mehr interessierte. Und es waren die Besuche auf dem Corpshaus, dessen Atmosphäre einen besonderen Eindruck auf mich machte und dessen Intimität den unverzichtbaren Rahmen für den Dialog zwischen den Generationen und den unterschiedlichsten Fachdisziplinen bot.

Weiterlesen...
 


Joomla Templates by Joomlashack